Die Hoden

Allgemeine Informationen über das Organ

Anatomie

Paariges Organ von weicher Konsistenz, üblicherweise im Hodensack gelegen.

Funktion

Produktion des männlichen Hormons Testosteron sowie Produktion der Spermien.

Erkrankungen

  • bösartiger Hodentumor
  • kindlicher Wasserbruch
  • Hodenhochstand
  • Die Hodentorsion (Hodenverdrehung)
  • Nebenhodenzyste (Spermatozele)
  • Nebenhodenentzündung (Epididymitis)
  • Wasserbruch (Hydrozele)
  • Krampfader des Hodens (Varikozele)
Hoden

Bösartiger Hodentumor

Die Hoden

Sehr schnell wachsende tumoröse Entartung meist eines Hodens mit rascher Entwicklung von Metastasen (Tumorabsiedlungen) in anderen Körperregionen. Altersgipfel zwischen 18 und 35 Jahren. Frühes Aufsuchen des Urologen bei Verdacht ist sinnvoll, da bei raschem Eingreifen die Heilungsquote meist über 90 % liegt. Wichtigstes Frühsymptom ist eine rasche Größenzunahme des Hodens ohne Schmerzen.

Kindlicher Wasserbruch

Die Hoden

Im Säuglingsalter fällt gelegentlich eine zunehmende Schwellung im Hodensackgebiet auf. Hierbei handelt es sich in der Regel um den sogenannten kindlichen Wasserbruch, der operativ angegangen werden muss, da er eine Vorform des Leistenbruches darstellt.

Hoden­hochstand

Die Hoden

Der kindliche Hodenhochstand, der vor allem bei Frühgeburten auffällt, kann zunächst beobachtet werden. Ist bis Ende des zweiten Lebensjahres kein Tiefertreten der Hoden festzustellen, sollte mittels Hormongaben oder operativ eine entsprechende Positionierung der Hoden unterstützt werden. Ein Bauch- oder Leistenhoden wird im Erwachsenenalter nur unzureichend seinen Aufgaben nachkommen und er entartet 20 Mal häufiger als ein Hoden in normaler Position.

Hoden­torsion

Die Hoden

Akut einsetzende, heftige Schmerzen in einem Hoden, meist nach sportlicher Betätigung, meist im Kindesalter. Der Hodensack imponiert geschwollen und gerötet, Abtasten der Region ist sehr schmerzhaft. Innerhalb von sechs Stunden sollte der Hoden operativ freigelegt und „zurückgedreht“ werden, da er durch die Verdrehung seine Blutversorgung abdrückt und nach sechs Stunden meist bleibende Schäden zurückbleiben.

Nebenhoden­zyste

Die Hoden

Abflussstörung im Nebenhodenbereich mit anschließender Zystenbildung, Ursache meist entzündlich oder nach kleineren Verletzungen. Von Laien häufig mit Hodentumoren verwechselt, im Unterschied zu diesen jedoch weich und leicht schmerzhaft. Therapie meist abwartend, da gute Rückbildungstendenz.

Nebenhoden­entzündung

Die Hoden

Hochakute, sehr schmerzhafte Entzündung eines Nebenhodens mit starker Schwellung, Rötung und Überwärmung des Hodensacks. Intensive Therapie zur Verhinderung einer bleibenden Fruchtbarkeitsstörung ist anzuraten: Bettruhe, Kühlung und hoch dosierte Antibiose.

Wasserbruch

Die Hoden

Zunehmende schmerzlose Schwellung eines Hodens, meist bei Männern über 50 Jahren. Klassischerweise morgens nach Bettruhe geringer, über den Tag dann zunehmend. Die Rückbildungstendenz ist gering, langsame Größenzunahme die Regel. Bei störenden Ausmaßen operative Abtragung zu empfehlen.

Krampfader des Hodens

Die Hoden

Typischerweise links gelegen, meist schmerzlos, Größenzunahme nach langem Stehen oder Pressen. Harmlose Erkrankung, die lediglich bei Fruchtbarkeitsstörungen kritisch beurteilt und im Bedarfsfall verödet wird.

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