Dickdarm­krebs-Screening

IGeL-Leistung

Dickdarmkrebs-Screening

Bei Männern und Frauen ab dem 50. Lebensjahr gehört ein Test auf okkultes Blut zur Krebsvorsorge-Untersuchung. Mit dem bisher durchgeführten einfachen Test, bei dem an drei aufeinanderfolgenden Tagen eine kleine Menge Stuhlgang als Probe entnommen und untersucht wird, kann man kleine Blutbeimengungen nachweisen. Durch den Nachweis von „okkultem“ (= verborgenem, mit dem bloßen Auge nicht sichtbarem) Blut im Stuhl wird der Verdacht auf krankhafte Veränderungen im Magen-Darm-Trakt gestellt. In erster Linie geht es um die Früherkennung von Dickdarmkrebs und seinen Vorstufen.

Dieser Stuhltest ist relativ preiswert und einfach in der Durchführung, er wird üblicherweise direkt in der Praxis ausgewertet, so auch bei uns.

Dieser Test hat jedoch einige Nachteile: Anwendungsfehler machen ihn störanfällig. Der Nachweis des roten Blutfarbstoffs kann durch den Genuss von Fleisch- und Wurstwaren oder bestimmter Gemüse- und Obstsorten verfälscht werden, was oft aufwändige Untersuchungen (Darmspiegelung) nach sich ziehen kann. Die Einnahme von viel Vitamin C (Multivitaminsäfte u.ä.) lässt den Test falsch negativ werden.

Bei dem neuen immunologischen Stuhltest wird ausschließlich menschlicher roter Blutfarbstoff (= Hämoglobin) erfasst. Eine Verfälschung dieses Tests durch die Nahrung ist nicht mehr möglich. Der immunologische Stuhltest ist dadurch sehr viel sicherer als der herkömmliche Stuhltest. Einige bekannte Gastroenterologen (Magen-Darm-Spezialisten) empfehlen den neuen Test sogar bei einem positiven konventionellen Stuhltest, bevor wie bisher eine Darmspiegelung durchgeführt wird.

Der immunologische Stuhltest kann bei gesetzlich Krankenversicherten nur als individuelle Gesundheitsleistung und nicht über die Krankenversicherungen abgerechnet werden. Private Krankenkassen übernehmen meist die Kosten für den Test.

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