Focus-Artikel: Die neue Waffe gegen Prostatakrebs 24.1.15

Mo, 27.04.2015

Unter dem Titel „Die neue Waffe gegen Prostatakrebs“ berichtet das Wochenmagazin „Focus“ in der Print-Ausgabe 5/2015 über eine neue Methode zur Behandlung des Prostatakrebses, bei der angeblich „mit ultrakurzen Stromstößen Tumorzellen zerstört werden können“. Die sogenannte „Irreversible Elektroporation“ (IRE) sei eine „schonende“ Methode, die beim Prostatakrebs Potenz und Schließmuskelfunktion nicht beeinträchtige und bei der „die Harnröhre ebenso erhalten bleibt wie die Erektionsfähigkeit“, heißt es weiter in dem Artikel.

Dieser Artikel weckt bei vielen Betroffenen Hoffnungen, denn schonende Therapien zur Beseitigung einer Krebserkrankung sind seit jeher der Traum von Medizinern und ihren Patienten. Doch leider wird hier nicht eine etablierte Behandlungsmethode geschildert, sondern ein experimentelles Verfahren, mit dem bisher nur wenige Selbstzahler behandelt wurden. Die Deutsche Gesellschaft für Urologie reagierte mit einer Pressemitteilung, in der klargestellt wird, dass diese Hoffnung machende Werbung für eine "neue Technik im Kampf gegen Prostatakrebs" ungerechtfertigt und gefährlich ist.

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